Newport, New York, Washington – ein Update

Und schon wieder ist so viel Zeit vergangen seit dem letzten Beitrag – hier mal der Versuch, euch auf den aktuellen Stand zu bringen.

Direkt am ersten Wochenende nach den Neujahrsferien, am 27./28. Januar, machten Bixie, Marina, Marion, Chloé und ich einen Abstecher nach Rhode Island und Cape Cod. Wir fuhren am Samstagmorgen los nach Newport, wo wir uns die beschauliche Altstadt und den Hafen anschauten, bevor wir am frühen Abend in einem Apartment außerhalb der Stadt unterkamen und uns sehr lecker selbst bekochten. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir dann mit dem Mietwagen am nächsten Morgen Richtung Cape Cod: Nachdem im November Holger Teschke zu Besuch in Amherst war und im Deutschen Themenhaus aus seinem Buch „Mein Cape Cod“ las, wollte ich wenigstens einmal selbst dort gewesen sein – außerdem stand uns der Sinn nach Strandspaziergängen.

Am vorvergangenen Wochenende dann, pünktlich zum Start der Frühjahrsferien (Spring Break), fuhr ich nach New York City, um an der „Future We Want“ Model United Nations Conference teilzunehmen. Model United Nations (MUN)-Konferenzen sind eine Simulation, bei der verschiedene Gremien der UN (Sicherheitsrat, UNESCO, verschiedene Themenausschüsse, …) mit Schüler*innen oder Studierenden besetzt werden, die dann in die Rolle echter Diplomat*innen schlüpfen können, um sich auf dem internationalen Parkett auszuprobieren und einen Eindruck von der Arbeit der Vereinten Nationen zu bekommen. Das Besondere an diser MUN war nicht nur, dass uns die Unterkunft in einem noblen New Yorker Hotel in Laufweite des UN-Hauptquartiers gestellt wurde, sondern dass wir auch Gelegenheit bekommen sollten, unsere Sitzungen in den Räumlichkeiten der UN abzuhalten.

Nun war diese MUN allerdings die erste von der Italian Diplomatic Academy organisierte, und das Organisationsteam schien an einigen Stellen ziemlich überfordert. Ich erfuhr zum Beispiel erst zwei Wochen vor der Konferenz, eine Woche bevor wir ein Positionspapier mit den Standpunkten unserer Delegation verfasst haben sollten, dass ich Estland im SOCHUM (Sozial- und Humanitärausschuss) repräsentieren sollte. Bei der Ankunft im Hotel am Freitag dauerte es etwa drei Stunden bevor die Registrierung begann: 16.30 Uhr statt wie angekündigt von 13 bis 17 Uhr. Dann stellte sich heraus, dass die Sicherheitspässe, die wir zum Betreten des UN-Hauptquartiers benötigten, „verloren gegangen“ seien; und schließlich konnten wir statt drei nur eine unserer Sitzungen im UN-Hauptquartier abhalten. Ab Samstagmittag lief es dann allerdings mehr oder weniger nach Plan, sodass auch mein Ausschuss noch dazu kam, die Vereinten Nationen buchstäblich von innen zu sehen.

Edit 26.03.: Jetzt gibt es auch noch einen (englischsprachigen) Artikel über die Konferenz auf der Seite einer Unterstützungsorga. Lesenswert!

Nachdem die Konferenz dann am Sonntag endete, ging es für mich weiter nach Washington D.C. Den Montag verbrachte ich damit, quer durch die Stadt zu laufen. Ich schaute mir den Meridian Hill Park in der Nähe meiner Unterunft an, lief dann weiter zu Prospect Hill und Glenwood Cemetery und nahm von dort die Metro zur National Mall, wo ich mir das Finanzministerium, das Weiße Haus und die verschiedenen Nationaldenkmäler anschaute.

Am Mittwoch sind wir dann mit der Metro ins angrenzende Rosslyn / Arlington gefahren, haben das Marine Corps Memorial besucht und sind über den Fluss zurück nach Georgetown (alter Vorort des heutigen Washington) gelaufen. Dortige Sehenswürdigkeit: Die Treppen und das Haus, die als Hintergrund für den Horrorfilm „Der Exorzist“ dienten.

Anschließend ging es dann ins Stadtzentrum, wo wir uns das „Newseum“ anschauten: Das Museum der Medien. Sehr eindrucksvoll und tatsächlich die (ermäßigten!) 24 US-Dollar Eintritt wert.

 

Und zu guter Letzt noch drei Schnappschüsse aus Amherst:

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